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Geburtspositionen

Bei einer normalen, spontanen Geburt ist alles möglich:
Die Frau kann ganz klassisch liegen, stehen oder in stützenden Seilen hängen, einen Gebärhocker nutzen, im Wasser gebären, auf allen Vieren hocken – Einschränkungen gibt es nur durch medizinische Gründe oder durch die Ausstattung der Klinik bzw. des Geburtshauses.

Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrer Hebamme darüber, damit Ihnen die unterschiedlichen Positionen während der Geburt schon einmal vertraut sind.

Aufrechte Position

Viele Gründe sprechen für die aufrechte Geburtsposition:
Zum einen hilft die Schwerkraft, das Baby leichter aus dem Bauch zu bekommen. Auch für die Ablösung der Plazenta ist die aufrechte Geburtsposition förderlich.

Die Bänder und der Beckenboden erfahren im Stehen weniger Druck, was in weniger starken Schmerzen resultieren kann. Während der Kopf des Kindes auf den Gebärmutterhals drückt,
setzt der Körper der Mutter Oxytocin und Prostaglandin frei. Diese wichtigen Geburtshormone sorgen für die Ausschüttung von Endorphinen, die wiederum zur Ausschüttung von Glückshormonen führen. Im Endeffekt wird deswegen der Schmerz als weniger stark empfunden.

Allerdings ist das Schmerzempfinden eine sehr persönliche Sache.

Im Stehen ist vielen Frauen weniger übel als bei einer liegenden Geburt, weil die Atmung leichter fällt. Eine gute Atmung kommt auch dem Kind unmittelbar zugute, da durch sie die Plazenta
optimal mit Sauerstoff versorgt wird. Im Stehen funktioniert auch die Durchblutung der Plazenta generell besser.

Sehr wahrscheinlich brauchen Sie keinen Dammschnitt, wenn Sie im Stehen gebären. Der Druck, der bei der Geburt auf Muskeln und Vagina ausgeübt wird, verteilt sich in der aufrechten Position nämlich recht gleichmäßig.

Im Liegen

Zumindest in Filmen ist Liegen die häufigste Position. Für Hebamme und Ärzte ist sie auch die praktischste Geburtsposition, weil sie auf Augenhöhe mit dem Geschehen sind und besser eingreifen können als beispielsweise bei einer Wassergeburt. Auch für die gebärende Frau kann diese Position sehr gut geeignet sein – insbesondere, wenn sie Ruhepausen zwischen den
Wehen hat.

Der Gebärmutterhals öffnet sich im Liegen langsamer (was auch ein Vorteil sein kann, wenn die Geburt enorm schnell vorangeht) und die Schwerkraft kann nicht beim Austritt des Kindes helfen.

Auf allen Vieren

Besonders bei Rückenschmerzen während der Geburt kann der Wechsel zu einer Vierfüßlerhocke auf Knien helfen. Der Druck auf Steißbein und unteres Rückgrat nimmt so ab.

Gebärhocker

Der Gebärhocker unterstützt die Frau bei der Geburt in der Hocke. Vielen Frauen fällt es auf dem Gebärhocker leichter, sich auf das Atmen und Pressen zu konzentrieren. Der Hocker ist ein kleiner halbrunder Hocker mit vier Beinen (die Sitzfläche ähnelt einem Halbmond ) durch die das Kind austreten kann. Er hat keine Lehne, damit sich die Frau frei nach vorne oder hinten beugen kann. Der Partner sitzt hinter der Frau, um sie zu halten.

Seitlich liegend

Manche Frauen bevorzugen die Seitenlage mit zur Brust angewinkeltem Bein. Diese Position ist besonders geeignet für Gebärende, die erschöpft sind. Eine tolle Alternative zur Rückenlage.